AUSBILDUNGSZENTRUM DER BAUWIRTSCHAFT NIDDA   





Informationen


Die Lebenssituation von jungen Menschen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder die den unsicheren Status eine Duldung haben, gestaltet sich besonders schwierig. Mit 16 Jahren gilt die Schulpflicht als erfüllt und sie können meist weder einen Sprachkurs noch eine allgemeinbildende Schule besuchen. Sie müssen oft lange warten, bis sie eine Förderung erhalten und sich weiter qualifizieren können. Auch für anerkannte junge Flüchtlinge ist der Zugang zu Ausbildungsförderung kompliziert und von Wartezeiten von bis zu vier Jahren geprägt. Dass es jedoch Sinn macht die Potenziale - auch von jugendlichen Flüchtlingen - frühzeitig zu erkennen und zu fördern, wird von Politik und Wirtschaft  erkannt. Viele Akteure und Institutionen haben zahlreiche Projekte entwickelt und erprobt, die hier neue Wege gehen und auf die Hilfebedarfe reagieren.Aktuelle gesetzliche Änderungen im  Aufenthaltsrecht und in der Arbeitsmarktpolitik erleichtern diesen jungen Menschen perspektivisch Qualifizierung, Bildung und Ausbildung.

Das sogenannte Pilotprojekt Berufsstart Bau (PP4) startete im ABZ Nidda im August 2016 bereits zum vierten Mal in Kooperation mit dem Internationalen Bund. Es ist als Langzeitpraktikum, mit einer Laufzeit von 12 Monaten angelegt und dem Ziel, die Teilnehmer nach der Beendigung des Praktikums in ein Regelausbildungsverhältnis im jeweiligen Praktikumsbetrieb zu übernehmen. Das Pilotprojekt Berufsstart Bau (PP4) bietet den Interessenten einen besseren Betreuungsgrad zur Ausbildungsreifeförderung als dies eine Regelausbildung gewährleisten könnte. Um mögliche Lernschwächen, Sprachbarrieren oder andere Defizite zu erkennen und Hilfestellung in der Bewältigung zu geben, stehen uns für das PP3 ein Sozialpädagoge sowie ein/e zusätzlicher Stützlehrer/in zur Verfügung.

Grundsätzlich lautet unsere Empfehlung vor einer Vermittlung von Flüchtlingen und anderen förderbedürftigen Personen in Praktika oder Ausbildung: Fragen Sie bei den regionalen überbetrieblichen  Einrichtungen  nach den Voraussetzungen und Unterstützungsmöglichkeiten!

Fragen  zum  PP4  oder  allgemein  zur  Stufenausbildung  im  Bauhauptgewerbe richten Sie bitte an:
Daniel Bach
0 60 43 / 39 99
daniel.bach@abz-nidda.

| Bericht über die erfolgreiche Vermittlung in ein Ausbildungsverhältnis nach einem Praktikum am ABZ Nidda

| Aktueller Artikel im Kreisanzeiger über das Pilotprojekt Berufsstart Bau im ABZ Nidda

Informationen zu den Ausbildungsberufen im Bauhauptgewerbe erhalten Sie unter Bauberufe.net
Aktuelles Projekt "Wirtschaft integriert" am ABZ Nidda
An dem Programm „Wirtschaft integriert“ beteiligen sich die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Hessische Handwerkstag, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern sowie das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Die Landesregierung stellt dafür elf Mio. Euro bereit. Zielgruppe sind Frauen und Männer unter 27 Jahren, die noch nicht genug Deutsch sprechen, um eine Ausbildung ohne Hilfe zu absolvieren. Teilnehmen können schon länger hier lebende Menschen mit Migrationshintergrund, anerkannte Flüchtlinge ebenso wie Asylbewerber mit Bleibeperspektive sowie geduldete junge Menschen ohne Arbeitsverbot.

Am Anfang steht die Berufsorientierung: In Werkstätten, vorwiegend in den Bildungszentren der hessischen Handwerksorganisationen, erproben sich die jungen Menschen drei Monate lang praktisch in mindestens drei Berufsfeldern und lernen die Arbeitswelt kennen. Sie werden dabei sozialpädagogisch begleitet, verbessern ihr Deutsch, werden bei ihrer Berufswahl unterstützt und erhalten Hilfen beim Übergang in Ausbildung oder Einstiegsqualifizierungen. Auch ein Praktikum kann dazugehören.

Firmen, die an einer Kooperation interessiert sind und Teilnehmern im Anschluss ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz anbieten möchten, wenden sich bitte an Daniel Bach: 06043 / 3999